Es hat ungefähr ein Jahr gedauert, bis er richtig gut war. „Bist du bekifft?“, hatte er öfter vor sich hin gesagt als es ihm lieb war, aber dieser Satz war für ihn die beste Hilfe beim Erlernen des Beatboxens.

Eigentlich ist er ein typischer Duschen-Sänger, nicht zuletzt, weil die Akustik im Bad so gut ist. Lange Zeit war es auch nötig, dass ihn wirklich niemand hört, aber irgendwann kam sein erster Auftritt bei einem Schulkonzert vor 150 Leuten. Es war unglaublich aufregend. Aber trotz des riesigen Lampenfiebers, hatte er weitergemacht und es geschafft. Bei einem Newcomer Festival in Bremen konnte er bis zu 600 Leute im Zelt begeistern, als Beatboxer und als Moderator.

Obwohl sein Vater ihm schon früh quer durch alle Musikrichtungen Kassetten mitgebracht hatte, hätte er damals nie gedacht, dass Musik seine große Leidenschaft werden sollte. Mit acht Jahren war er fasziniert vom Saxophon, aber irgendwie war es nie sein Instrument und das Üben eher eine Quälerei für ihn - und andere.

Aber mit 13 kam das Erweckungserlebnis, beim zufälligen Anschauen eines Beatbox-Videos. Kurz darauf gründete er mit Freunden eine kleine Band und spielte Cover-Version von verschiedensten Liedern zum Spass. Er entdeckte seine Gesangsstimme und sein Improvisationstalent. Vor allem „Reggae“ und „Rhythm and Blues“ faszinieren ihn.

Sein schönstes Komponier-Erlebnis hatte er in den Dünen von Amrum, wo seine Freunde und er am Strand für Kinder ein Schlaflied komponiert haben. Sie sind zur Freude ihrer Eltern tatsächlich alle eingeschlafen.

Schon bevor er sein Abi hatte, war ihm klar, dass er etwas mit Musik machen möchte. Sein Herz gehört eigentlich seiner Heimatstadt Bremen, aber durch ein Praktikum hat es ihn in den Südwesten Deutschlands verschlagen, wo er Michele kennen lernte.